1 Sicherheitsschränke in der Praxis Referenzbroschüre
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3 Mit freundlicher Unterstützung von: Universitätsklinikum Mannheim GmbH Gesundheitswesen Ernst Wenzelmann Schilderfabrik GmbH Metallverarbeitung Juwelier Vogel Metallverarbeitung Koblenzer Brauerei GmbH Lebensmittelverarbeitung MAX IV Laboratory, Lund University Wissenschaft & Forschung Givaudan Schweiz AG Wissenschaft & Forschung ALSACHIM Parc d‘innovation - Les Scientifiques Wissenschaft & Forschung EICHENHAUS AG, Schreinerei & Planungsbüro Holzverarbeitung CeramTec GmbH Keramikverarbeitung PolyOne Th. Bergmann GmbH Kunststoffverarbeitung Ruhr-Universität Bochum Motorsport
4 ››› “asecos Sicherheitsschränke – so individuell wie die Anforderungen, die an sie gestellt werden.“ Axel Schmidt-Oertling, Produktmanager bei asecos
5 Sicherheitsschränke in der Praxis Inhaltsverzeichnis 1 2 3 Gefahrstofflagerung 1.1 Überasecos.. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. .. ............... Seite 6-7 1.2 WusstenSie,dass...?.................................. Seite 8-9 Praxisvarianten 2.1 Gesundheitswesen – Universitätsklinikum Mannheim GmbH . . . . . . . . . . . . Seite 12-13 2.2 Metallverarbeitung – Ernst Wenzelmann Schilderfabrik GmbH . . . . . . . ..... Seite 16-17 2.3 Metallverarbeitung – Juwelier Vogel . . . . . . . . . . . . . . . . .......... Seite 18-21 2.4 Lebensmittelverarbeitung – Koblenzer Brauerei GmbH . . . . . . . . . . ...... Seite 24-25 2.5 Wissenschaft & Forschung – MAX IV Laboratory, Lund University . . . . . . ..... Seite 28-29 2.6 Wissenschaft & Forschung – ALSACHIM Parc d‘innovation – Les Scientifiques . . .. Seite 30-31 2.7 Wissenschaft & Forschung – Givaudan Schweiz AG . . . . . . . . . . . ....... Seite 32-33 2.8 Holzverarbeitung – Eichenhaus AG . . . . . . . . . . . . . . . . . .......... Seite 36-37 2.9 Keramikverarbeitung – CeramTec GmbH . . . . . . . . . . . . . . . ......... Seite 40-41 2.10 Kunststoffverarbeitung – PolyOne Th. Bergmann GmbH . . . . . . . . . ...... Seite 44-45 2.11 Motorsport – Ruhr-Universität Bochum . . . . . . . . . . . . . . . . ......... Seite 48-49 asecos Sicherheitsschränke 3.1 Die asecos Sicherheitstechnologie . . . . . . . . . . . . . . . . . .......... Seite 50-51 3.2 Die Modelle und ihre Eigenschaften . . . . . . . . . . . . . . . . .......... Seite 52-55 3.3 Produktkonfigurator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seite 56-57
6 Chemische Stoffe sind aus der modernen Welt nicht mehr wegzudenken – weder im privaten Umfeld, noch im professionellen Bereich. Um den Umgang mit Gefahrstoffen am Arbeitsplatz sicherer zu gestalten, hatten die asecos Gründer 1994 eine revolutionäre Idee: Gefahrstoffschränke mit 90 Minuten Feuerwiderstandsfähigkeit. Das war in einer Zeit, als der Stand der Technik bei 20 Minuten lag und ein gemauerter Brandschutzraum Vorschrift war. Ein separater Raum bedeutete oft weite Wege und das Risiko unsachgemäßer Lagerung. Hier setzte asecos an: Durch den Wegfall von Transportrisiken kombiniert mit der Feuerwiderstandsfähigkeit eines Brandschutzraumes, erzielten die Schränke ein Plus an Sicherheit. Gesagt – getan: Auf dem Weg zu mehr Sicherheit hat asecos die Typ-90-Technologie zum Maß aller Dinge entwickelt. Heute ist diese Technik nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa der Sicherheitsstandard. asecos übernimmt Verantwortung für Mensch und Umwelt, verfeinert Techniken, achtet auf ergonomische Aspekte und entwickelt bedarfsspezifische Lösungen für höchsten Nutzerkomfort und praxistaugliche Sicherheitskonzepte. Lesen Sie in dieser Broschüre, wie und wo Gefahrstoffschränke zum Einsatz kommen und erfahren Sie mehr über smarte Integrationsmöglichkeiten für Ihren Arbeitsbereich. SICHERE GEFAHRSTOFFLAGERUNG: MADE IN HESSEN
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8 WUSSTEN SIE, DASS …? … in Deutschland durchschnittlich 200.000 Schadenereignisse im Jahr registriert werden, die auf Brände und Explosionen zurückzuführen sind? … Brände regelmäßig zu schweren Personen- und Sachschäden führen? … Brände und Explosionen jährlich Unternehmensschäden in Milliardenhöhe verursachen? … jeder dritte Brand in der Industrie zu Sachschäden von mehr als 500.000 Euro führt? … 80 % der kleinen und mittelständischen Unternehmen nach einem Brand und den daraus resultierenden Stillstandzeiten und Reparaturarbeiten in Konkurs gehen? Und deshalb gilt für Sie … … das Minimierungsgebot: „So viele Gefahrstoffe wie nötig und nicht wie möglich“. … die sachgerechte und vorschriftenkonforme Lagerung von Gefahrstoffen zur Schadenvermeidung und -minimierung. … auch für Lagerbereiche ein Gefahrstoffverzeichnis mit den Mindestangaben gemäß CLP-Verordnung zu erstellen. … brennbare Gefahrstoffe in Arbeitsräumen in Sicherheitsschränken zu lagern. … die Empfehlung, auch für Kleinmengen Sicherheitsschränke zu verwenden. Typ-90-Sicherheitsschränke – Die Vorteile liegen auf der Hand √ Rechtssicherheit – Die elementaren Anforderungen des Brand- und Explosionsschutzes gemäß TRGS werden erfüllt. √ Risikominimierung – Der hausinterne Transport von Gefahrstoffen wird reduziert und im Brandfall sind die Gefahrstoffgebinde geschützt. Es bleibt genug Zeit, um Evakuierungs-, Lösch- und Rettungsmaßnahmen einzuleiten. √ Effizienz – Kurze Wege zwischen Arbeitsplatz und Sicherheitsschrank erleichtern betriebliche Prozesse sowie die organisatorische Einhaltung der TagesbedarfGrenze am Arbeitsplatz. √ Flexibilität – Zur Aufstellung sind keine baulichen Maßnahmen oder Genehmigungen erforderlich und der Sicherheitsschrank kann leicht an andere Standorte versetzt werden. Überzeugen Sie sich auf den folgenden Seiten von der Anwendung und der Qualität unserer Produkte in unterschiedlichen Branchen.
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10 GESUNDHEITSWESEN
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12 In Notfallsituationen, wenn beispielsweise ein Patient nach Luft ringt, muss es schnell gehen. Um Atemwegsstörungen, Herz-Kreislauf-Beschwerden, Schockzu- stände oder Vergiftungssymptome zu be- handeln, wird medizinischer Sauerstoff verabreicht. Praktische 3 Liter Sauerstoffflaschen sind zur Versorgung im Einsatz. So auch im Universitätsklinikum Mannheim, dessen Geschichte weit bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Heute ist das Klinikum zusammen mit der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg ein Maximalversorger und Wissenschaftsmotor der Rhein-Neckar-Region. Medizinischer, gasförmiger Sauerstoff wird in Flaschen unter hohem Druck gelagert. Diese haben unterschiedliche Größen und reichen von 0,8 bis zu 10 Litern. Der Druck in einer vollen Flasche beträgt üblicherweise 200 bar. Somit entspricht ein Liter Sauerstoff in einer Druckgasflasche ca. 200 Liter Sauerstoff bei normalem Luftdruck. Doch was in Notfällen Menschleben rettet, kann unter Umständen auch Menschenleben gefährden. Gefahr: hoher Gasdruck Die große Gefahr geht vom 200 bar hohen Gasdruck aus, der bei unsachgemäßer Handhabung und Lagerung zum Bersten von Druckgasflaschen führen kann. Denn reiner Sauerstoff wirkt darüber hinaus stark brandfördernd. Seine Konzentration ist fast 5 Mal so hoch wie in der Luft. In einer reinen Sauerstoffatmosphäre können daher einige sonst unbrennbare Materialien zu brennen beginnen. Auch Fette können sich in reiner Sauerstoffatmosphäre, insbesondere unter erhöhtem Druck, spontan selbst entzünden. Deshalb ist darauf zu achten, dass die Gewinde des Druckminderers an der Gasflasche stets absolut fettfrei gehalten werden. Im Universitätsklinikum Mannheim sind Sauerstoffflaschen überwiegend in den Intensivbereichen im Gebrauch. Sie werden für die vielen Beatmungstransporte genutzt, die alltäglich stattfinden. Um diesen Bedarf zu decken, müssen größere Sauerstoffvorräte vorgehalten werden: Dabei kann es zur Überschreitung der zulässigen Vorhaltemengen außerhalb von Sicherheitsschränken oder entsprechend baulich gestalteten Räumen kommen. Im Zuge neuer Fakultätseinrichtungen entschied sich das Universitätsklinikum deshalb für Gasflaschenschränke gemäß DIN EN 14470-2 von asecos mit 90 Minuten Feuerwiderstandsfähigkeit. Diese sind direkt in den Intensivbereichen aufgestellt und bieten eine sichere Aufbewahrung und einen schnellen Zugriff auf die vorgelagerten Sauerstoffflaschen. Damit ist das zuvor große Gefahrenpotenzial gebannt und die Sauerstoffflaschen werden nicht mehr – in größeren Mengen – in offenen Regalen bzw. auf einfachen Ständern gelagert. Referenz Universitätsklinikum Mannheim GmbH | Deutschland LEBENSNOTWENDIGER SAUERSTOFF
13 Auf die inneren Werte kommt es an Die Sicherheitsschränke für das Universitätsklinikum Mannheim enthalten eine besondere Innenausstattung. Der individuelle Kundenwunsch forderte eine optimale Lösung zur Lagerung von liegenden 3 Liter Sauerstoffflaschen und sogenannten Transport-Trays. Letztere sind spezielle Haltervorrichtungen, an denen eine oder auch mehrere Sauerstoffflaschen befestigt sind. Sie erleichtern das alltägliche Handling der Flaschen bei der Patientenversorgung. Um ein leichtes Einhängen der Transport- Trays zu ermöglichen, stattete asecos den Schrankinnenraum mit umlaufenden Streben aus. Die optimale Raumnutzung ermöglicht die Lagerung von 8 Trays auf zwei Lagerebenen. Im zweiten Schrank erfolgte der Einbau von Regalboards so, dass bis zu zehn Sauerstoffflaschen nebeneinander plat- ziert werden können. Positiver Nebeneffekt der liegenden Lagerung der Gasflaschen: Das Entnahmeniveau wird deutlich abgesenkt und ein Herausnehmen der Flaschen über Kopf bei kleineren Mitarbeitern kann vermieden werden. Auf breiteren Ebenen verhindern spezielle Flaschenhalter ein Verrutschen, sollte die Ebene nur teilgefüllt sein. Projektzusammenfassung Firma: Universitätsklinikum Mannheim GmbH Standort: Mannheim, Deutschland Branche: Gesundheitswesen Anwendung: Lagerung von Druckgasflaschen
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16 Wertarbeit „Made in Germany“ – das heißt vor allem auch Beständigkeit. Man stelle sich vor, eine heute in diesem Geiste gefertigte, jahrzehntelang tadellos arbeitende deutsche Qualitäts-Druckmaschine müsse irgendwann doch einmal repariert werden – sagen wir im Jahr 2073. Jetzt wird das Typenschild wichtig, sonst findet man nämlich nach 60 Jahren so schnell weder Ersatzteil noch Bauplan. In diesen 60 Jahren werden nun allerdings schon einige Liter ätzender Druckerfarbe über das Schild geschwappt sein und viele Generationen träumerischer Drucker-Azubis werden gedankenlos daran herumgekratzt haben. Allerdings: Das Schild hat gehalten. Die Nummer ist einwandfrei lesbar. Das Serviceteam kann das Ersatzteil liefern. Dass dem so ist, kann sehr gut daran liegen, dass dieses die Zeitläufe überdauernde Typenschild von der Firma Ernst Wenzelmann aus Unnau im Westerwald stammt, bekannt übrigens als „Dorf der Schildermacher“: Die Hälfte der hier Lebenden, etwa 2.000 Einwohner, sind nämlich sozusagen Schildbürger: Sie leben von den knapp zwei Dutzend Schilderfabriken, die es hier gibt. Jede davon ist auf bestimmte Schilder spezialisiert – vom Verkehrs- bis zum Klingelschild. Der Familienbetrieb Wenzelmann – er beging 2013 sein 60-jähriges Firmenjubiläum – gehört zu den beiden größten Arbeitgebern am Ort. Mit seinen über 40 Mitarbeitern erwirtschaftet das Unternehmen etwa einen Jahresumsatz von drei Millionen Euro. Heißer Teer und feine Skalen Am Modell eines „Straßenfertigers“ – landläufig Teermaschine genannt, zeigt Ernst Ludwig Wenzelmann, einer der beiden Geschäftsführer, dass es keineswegs nur um ein kleines Typenschild geht. Vorgeschrieben oder technisch nötig sind an dieser – in der Realität riesigen – Baumaschine zwischen 60 und 80 Schilder, die das Unternehmen herstellt und liefert: Einstellskalen, Dezibel- und Ölanzeiger, Warnaufkleber vor Hitze in verschiedenen Sprachen, Schilder, die auf Einquetschgefahr hinweisen, Bedienungsanleitungen und vieles mehr muss dauerhaft und lesbar an vielen Stellen des schweren Geräts angebracht sein. Schilder zu produzieren, die der Gluthitze des flüssigen Teers, Chemikalien und der starken mechanischen Beanspruchung standhalten, und deren feine Skalen lesbar bleiben, ist eine Aufgabe, die viel technisches Know-how und noch mehr Erfahrung braucht. Damit beispielsweise die auf ein Schild aufgebrachte Farbe erhalten bleibt, verwendet man bei Wenzelmann eine Spezialfarbe, die in eine besonders offenporige Schicht auf der Schildoberfläche eingebracht wird. In einem weiteren Arbeitsgang werden die Poren geschlossen – jetzt ist die Farbe unlösbar in dem Material eingefangen. asecos Sicherheitsschränke: flexibel beweglich Die bei den Schildermachern verwendeten Farben und Lösungsmittel gehören zu den entzündbaren Flüssigkeiten. Deshalb kommen sie nach Gebrauch in einen der asecos Typ-90-Sicherheitsschränke, für die man sich hier unter anderem deshalb entschieden hat, weil sie frei beweglich sind – anders als der früher extra erforderliche besondere Farbraum. Die asecos Gefahrstoffschränke sind über die Hallendecke mit einer flexiblen Frischluftanlage verbunden. Dadurch können die Schränke bei einem Umbau ohne weiteres als frei zu bewegende Module verschoben werden. „Wir brauchen die asecos Gefahrstoffschränke dann einfach nur mit einer Ameise zu verschieben. Sie lassen sich mit einem Wickelfalzrohr ganz einfach an anderer Stelle im Raum an unsere zentrale Abluftanlage anschließen. Damit ersparen wir uns sehr viel Aufwand und auch die Genehmigungsverfahren, die bei der Einrichtung eines neuen Farbraums erforderlich wären“, erläutert Ernst Ludwig Wenzelmann. Referenz Ernst Wenzelmann Schilderfabrik GmbH | Deutschland SCHUTZ UND SCHILD
17 Weitere Entscheidungsgründe für die asecos Sicherheitsschränke waren – neben der praktischen und übersichtlichen Innengestaltung – auch deren optischen Qualitäten: Sie sind, so Ernst Ludwig Wenzelmann, ausgesprochen präsentabel. Das ist wichtig für Besucher wie Mitarbeiter – und es entspricht der Wichtigkeit des Designs für das Unternehmen und seine Produkte selbst: Gut gestaltete Schilder tragen heute mehr denn je mit zum Erscheinungsbild bei: Wertarbeit muss eben auch einen wertigen Eindruck machen. Projektzusammenfassung Firma: Ernst Wenzelmann Schilderfabrik GmbH Standort: Unnau, Deutschland Branche: Metallverarbeitung Anwendung: Lagerung von Lösemitteln und Farben
18 Präzise Handarbeit, Kreativität und vor allem Geschick – der Beruf des Goldschmieds zeichnet sich durch seine Vielseitigkeit und Einzigartigkeit aus. Auch der Umgang mit Gefahrstoffen ist für den Goldschmied Bestandteil der täglichen Arbeit. Cyandische Säure (Kaliumcyanid) und starke Laugen werden für das Galvanisieren von Schmuckstücken benötigt. Waschbenzin und Spiritus braucht es für Reinigungsarbeiten. Der Juwelier Vogl – ein seit 1923 familiengeführtes Unternehmen im unterfränkischen Aschaffenburg – hat im Rahmen des Umbaus seiner Goldschmiedewerkstatt die Gefahrstofflagerung komplett überarbeitet und verbessert. Galvanik und Löten – Arbeiten mit Gefahrstoffen Schmuckstücke sind oft lebenslange Begleiter ihrer Besitzer. Da braucht es ab und an jemanden, der die liebgewonnenen Stücke wieder „aufpoliert“. Seit den goldenen Zwanzigern begeistert der Fachbetrieb Juwelier Vogl seine Kunden mit exzellentem und persönlichem Service sowie Handwerkskunst im Goldschmieden und Uhrmachen. Unter anderem werden Reparaturen beschädigter Schmuckstücke, Weitenänderungen und Polituren bis hin zu Komplettüberarbeitungen angeboten. Die Pflege und Reparatur der Kostbarkeiten übernimmt Vanessa Marx, Goldschmiedemeisterin, zusammen mit ihrem Team. Spezialisiert sind die Mitarbeiter des Juweliers aber vor allem auf den Entwurf und die Gestaltung individueller Schmuckstücke. „Die komplette Neuanfertigung macht ungefähr 70 % aller Werkstattaufträge aus“, erläutert Frau Marx. Hierbei ist der Umgang mit Gefahrstoffen, wie Säuren und Gasen, unausweichlich. Propan und Sauerstoff werden für das Löten, das Zusammenfügen von einzelnen Werkteilen zu einem Schmuckstück sowie Argon als Schutzgas für das Punktschweißen verwendet. Referenz Juwelier Vogl | Deutschland GEFAHRSTOFFE IN DER HANDWERKSKUNST DES GOLDSCHMIEDS
19 Zur Prüfung des Legierungsgehalts wird eine Mischung aus Salz- und Salpetersäure eingesetzt. Wenn‘s passiert – Argon-Gasflasche stürzt zu Boden „Beim Abbau der alten Werkstatt ist mir eine Argon-Gasflasche entgegengefallen, die zuvor mit einem Kabelbinder an einem Tischbein befestigt war – das war der Zeitpunkt, an dem mir klar wurde, dass die Anschaffung von Sicherheitsschränken für unsere Gefahrstoffe unausweichlich ist“, so Vanessa Marx. Es musste eine Lösung gefunden werden, die den Schutz der Mitarbeiter gewährleistet, aber auch Werkstatt und Gebäude im Schadenfall schützt. Denn die Goldschmiede-Werkstatt befindet sich in einem Hochhaus, in dicht bebauter Innenstadtlage. Neben der Gasflaschenlagerung sollten auch die Lagerung und der Umgang mit den Säuren für die Galvanikarbeiten sicherer gemacht werden. Die notwendigen Chemikalien für die Galvanisierung wurden in einem abschließbaren Schrank auf Bodenhöhe gelagert, der selten verschlossen war. „Für diese Gefahrstoffe war der Schrank nicht geeignet“, wie Frau Marx zugibt. Zwar wurde eine improvisierte Auffangwanne für das Zurückhalten von auslaufenden Flüssigkeiten bereitgestellt, der Schrank besaß jedoch keinen Brandschutz. Die Expertise von asecos, den Experten für Gefahrstofflagerung und -handling, wurde gefragt. Im Rahmen einer Vor-Ort-Beratung durch einen BDSF Sachverständigen für Gefahrstofflagerung aus dem Hause asecos wurde der Bedarf ermittelt: Ein Druckgasflaschenschrank, ein Arbeitsplatz mit Gefahrstoffabsaugung sowie ein Unterbauschrank. In der Rohbauphase des Werkstattumbaus erfolgte die Anlieferung der Sicherheitsschränke per Kranwagen. Aufgrund der beengten Lage mitten in der Fußgängerzone, war die Anlieferung nur über den Balkon der Werkstatt möglich. „Uns war klar, dass unsere Anlieferbedingungen eine besondere Herausforderung darstellten. Die Lieferung und das Aufstellen der Sicherheitsschänke erfolgte durch unsere engen und verwinkelten Räume auf deren finalen Platz jedoch mit viel Geduld und Präzision“, führt Frau Marx aus. Projektzusammenfassung Firma: Juwelier Vogl Standort: Aschaffenburg, Deutschland Branche: Metallverarbeitung Anwendung: Lagerung von Druckgasflaschen, geschütztes Arbeiten am Gefahrstoffarbeitsplatz
20 Sicheres Arbeiten leichtgemacht Die Ausstattung des typgeprüften Druckgasflaschenschranks mit 90 Minuten Feuerwiderstandsfähigkeit wurde speziell an den Bedarf des Werkstattteams angepasst: Viele kleine Gasflaschen können sicher im Schrank gelagert werden. Hochentzündliches Propan, Sauerstoff für das Löten und Argon werden nun gemeinsam in dem Gasflaschenschrank gelagert. Aus dem Schrank heraus werden die Gase über Leitungen direkt an die Arbeitsplätze der Goldschmiede geführt. „Den Gashahn direkt am Arbeitsplatz zu haben und nicht ständig zum Schrank laufen zu müssen, erleichtert uns das Arbeiten ungemein. Es nimmt einem auch die Angst, vergessen zu haben, das Gas abzudrehen. Man schaltet den Brenner oder Lötkolben entspannt am Platz aus“, so Vanessa Marx. Für die Galvanik, das Vergolden von Schmuckstücken, benötigt man verschiedene Bäder mit unterschiedlichen Chemikalien. Der asecos Gefahrstoffarbeitsplatz bietet ab sofort im Zusammenspiel mit dem integrierten Unterbauschrank Schutz für die Mitarbeiter bei deren Arbeit. Die Goldbäder, welche giftige Dämpfe entstehen lassen, können geschützt in dem asecos Abzug vorgenommen werden. Die entstehenden Gefahrstoffdämpfe, wie z. B. Cyandische Säure (Kaliumcyanid) oder starke Laugen zum Vergolden der Accessoires, werden dank der integrierten Lüftungstechnik im Arbeitsplatz sicher erfasst und abgesaugt. Eine integrierte Beleuchtung sorgt zudem für ein optimales Arbeiten. Die benötigten ChemikalienKanister werden direkt unter dem Abzug im Unterbauschrank gelagert. „Den Gashahn direkt am Arbeitsplatz zu haben und nicht ständig zum Schrank laufen zu müssen, erleichtert uns das Arbeiten ungemein.“
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22 LEBENSMITTEL- VERARBEITUNG
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24 Das „Koblenzer“ gehört heute wieder so selbstverständlich zur Stadt wie das Deutsche Eck. Gerade in der Gunst der jüngeren Koblenzer steht es als regionales Kult-Getränk so stabil wie die Festung Ehrenbreitstein, die über der Moselmetropole thront. Nach wirtschaftlich mehr als turbulenten Zeiten hat die 300 Jahre alte Traditionsbrauerei 2012 einen geradezu sensationell zu nennenden Neustart mit der neuen Marke „Koblenzer“ hinter sich gebracht: Der damalige Eigentümer, die Saarländische Karlsberg Brauerei, verkaufte – jetzt ist man wieder ein privat und in loka- ler Hand geführter stolzer Mittelständler mit 60 Mitarbeitern. Neben den Braukunst-Klassikern – von untergärigem Pilsener bis obergärigem Weizenbier braut man hier zwischen Wald und Rheinufer auch Spezialitäten wie das naturtrüb-ungefilterte „Zischke“ oder das trendige (und alkoholfreie) „Koblenzer Energy“. Von den jährlich abgefüllten 350.000 Hektoliter Bier (das macht immerhin 70 Millionen Halbliter- Fläschchen) wird reichlich exportiert – nach Europa, aber auch nach Russland, China und Japan. Wo ist der asecos Gefahrstoffschrank? Hier wie überall im Land, braucht man zum Bierbrauen bekanntlich nur Hopfen und Malz, Hefe und Wasser – Letzteres kommt frisch aus dem Hunsrück und spielt eine erhebliche Rolle für die Qualität des Koblenzer Bieres. Es wird rein physikalisch – durch Umkehrosmose – und entsprechend dem für jede Biersorte erforderlichen Härtegrad aufbereitet. Von gefährlichen Stoffen kann hier also keine Rede sein. Wozu also ein asecos Gefahrstoffschrank? Weit ab von der Produktion ist er zu finden, nämlich im Qualitätsmanagement. Hier wird das Bier physikalisch, chemisch, mikrobiologisch und sensorisch analysiert. Und für bestimmte chemisch-technische Untersuchungen regelmäßig entnommener Proben braucht man Stoffe, die als bedenklich einzustufen sind. Dazu gehört beispielsweise o-Phenylendiamin zur Bestimmung von Diacetyl. Butter- und Bitter-Geschmack Dieses Diacetyl ist an und für sich nichts Gefährliches – sondern ein vor allem aus geschmacklichen Gründen unerwünschtes Nebenprodukt des Gärprozesses. Dem Laien ist der Stoff bekannt von der Butter: Diacetyl ist deren Leitaroma. Beim Bierbrauen wird es im Verlauf des Gärprozesses abgebaut und soll einen bestimmten Schwellenwert, nämlich 0,15 Milligramm pro Liter, unterschreiten. Erst dann ist es für den menschlichen Gaumen nicht mehr wahrnehmbar. Bricht der Braumeister den Gärvorgang allerdings zu früh ab, ist noch zu viel von diesem Gärnebenprodukt im Bier geblieben, sodass es im Ergebnis buttrig schmeckt. Ein weiterer giftiger Bewohner des Gefahrstoffschranks der Bier-Analytiker heißt Iso-Octan. Man verwendet dieses wichtige Referenz Koblenzer Brauerei GmbH | Deutschland REINHEIT GEBOTEN
25 Reagenz für die Bitterstoffbestimmung. Wie bitter ein Bier sein darf, wird in Bittereinheiten gemessen (international: in „Bitter Units“) und richtet sich nach dem Biertyp: Weizenbier hat beispielsweise rund zehn Bittereinheiten. Vom Kölsch – mit ca. 20 Bittereinheiten – erwartet der Kenner im Übrigen eher nussige Aromen, vom Altbier blumig-fruchtige Nuancen, Weizenbier erinnert sogar an Nelken und Bananen. Brennbares sicher aufbewahrt Auch im Zusammenhang mit der Probenentnahme selbst braucht man unter anderem einen brennbaren – und damit ebenfalls in den asecos Schrank gehörenden – Stoff, nämlich vergällten Alkohol. Er kommt in 30-Liter-Kanistern, wird in kleinere Gebinde umgefüllt und dient beispielsweise der Desinfektion von Probeentnahmestellen. Dabei gehen die Qualitätsmanager nach einem strengen Entnahmeplan vor, der sich an den Zwischenstufen der Bierproduktion orientiert: Das sind beispielsweise die Anstellwürze, Hefe-Reinzucht, Hefe-Ernte, Anstell-Hefe, Gärung, etc. Aber auch aus dem Lagerkeller und noch bei der Flaschenabfüllung braucht man die mikrobiologisch zu untersuchenden Proben. Insgesamt wandern täglich 50 bis 100 Bierproben in die Qualitätssicherung – der ganze Rest in die durstigen Kehlen der Koblenzer und internationalen Kundschaft. Projektzusammenfassung Firma: Koblenzer Brauerei GmbH Standort: Koblenz, Deutschland Branche: Lebensmittelverarbeitung Anwendung: Lagerung von Gefahrstoffen
26 WISSENSCHAFT & FORSCHUNG
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28 Referenz MAX IV Laboratory, Lund University | Schweden DEUTSCHE GEFAHRSTOFFSCHRÄNKE IN SCHWEDEN
29 In der Studentenstadt Lund an der Südspitze Schwedens steht die weltweit modernste Forschungseinrichtung im Bereich Synchrotron-Strahlung: das MAX IV. Das leistungsstarke Zentrum für Röntgenstrahlung steht Forschern aus Wissenschaft und Industrie auf der ganzen Welt zur Verfügung. Der Einsatzbereich des intensiven Röntgenlichts ist groß und reicht von Physikwissenschaft, Chemie und Biochemie über Medizin bis hin zu Materialuntersuchungen. So könnten auf Grundlage der durchgeführten Forschungen in Zukunft Medikamente mit präziserer Wirkung oder leichtere Verpackungen entstehen. In den verschiedenen Forschungsprojekten kommen Gefahrstoffe und Gase jeglicher Art zum Einsatz. Darunter Säuren und Laugen, Klebstoffe sowie diverse brennbare Flüssigkeiten – die Liste ist lang. Dauerhaft in Benutzung sind zudem Substanzen wie Ethanol und Aceton für Reinigungszwecke. Für die Bereitstellung, Überwachung und vor allem, um höchste Sicherheitsstandards einzuhalten, hat das MAX IV ein mehrköpfiges Sicherheitsteam. Umfangreiches Sicherheitskonzept Die zur sicheren Lagerung eingesetzten Gefahrstoffschränke von asecos sind Teil eines umfassenden Schutzkonzeptes, wie Marcin Bielawski berichtet. Er ist einer der Sicherheitsbeauftragten des MAX IV, der für die Einhaltung der Vorschriften und entsprechenden Schutzmaßnahmen sorgt. „Als eines der leistungsstärksten Einrichtungen für Röntgenstrahlforschung ist es uns wichtig, unseren Mitarbeitern und Besuchern die höchste Sicherheitsstufe zu bieten. Im Bereich Gefahrstofflagerung heißt das: Sicherheitsschränke nach Europäischer Norm 14470“, erklärt Marcin. Die in der Norm festgelegten Typklassen reichen bis zu 90 Minuten Feuerwiderstandsfähigkeit. Damit bieten Typ-90-Sicherheitsschränke ein vergleichbares Brandschutzniveau zu Lagerräumen bei deutlich mehr Flexibilität und Preisersparnis. Die Entscheidung zwischen den gesetzlich vorgeschriebenen 30 Minuten und den möglichen 90 Minuten Feuerwiderstandsfähigkeit fiel bei Marcin klar auf den höchstmöglichen Standard: „Aus meiner Sicht gibt es kein Argument für einen Typ-30-Sicherheitsschrank. Denn im Brandfall geben weitere 60 Minuten der Feuerwehr wertvolle Zeit, um Lösch- und Evakuierungsmaßnahmen durchzuführen. Zudem ist der Wert unserer Ausrüstung von unschätzbarem Wert und jede Ausfallzeit oder Beschädigung wäre verheerend.“ Zentrale vs. dezentrale Lagerung Das MAX IV, inklusive seiner vier ChemieLabore, umfasst circa 53.000 Quadratmeter. Um lange Transportwege zu einem zentralen Lagerraum zu vermeiden, entschied man sich für Sicherheitsschränke direkt im Labor bzw. in Arbeitsplatznähe. „Der Vorteil von Schränken ist, dass jeder Einzelne individuell als Lagerraum zählt. So können Gase, brennbare Flüssigkeiten oder Säuren und Laugen im jeweiligen Sicherheitsschrank in unbegrenzter Anzahl und direkt nebeneinander platziert werden“, so Marcin. Weitere Vorteile der dezentralen Lagerung sind die hohe Flexibilität und unkomplizierte Anpassung an einen wechselnden Nutzerbedarf. Werden Arbeitsbereiche umstrukturiert, ein Anbau hinzugefügt oder ein Umzug in neue Räumlichkeiten steht an, ist die Mitnahme der Sicherheitsschränke einfach. Auch die Inneneinrichtung eines jeden asecos Gefahrstoffschrankes ist flexibel gestaltbar: Je nach Nutzung und Modell sind Breite, Höhe und Tiefe sowie Farbe und Ausstattung frei wählbar. Projektzusammenfassung Firma: MAX IV Laboratory, Lund University Standort: Lund, Schweden Branche: Wissenschaft und Forschung Anwendung: Lagerung von Gefahrstoffen
30 Das erfolgreiche Chemiker-Duo Toufik Fellague und Jean-François Hoeffler gründete im Frühjahr 2005 AlsaChim – ein Unternehmen für Auftragsforschung und -entwicklung. Von An- fang an war die Firma auf Erfolgskurs und die Geschäftsidee wurde zweifach beim französischen Gründerwettbewerb für innovative Technologieunternehmen ausgezeichnet, dem „Concours National d’aide à la Création d’Entreprises de Technologies Innovantes“. Das Unternehmen mit Sitz im Arrondissement von Straßburg ist auf die Synthese (Herstellung spezieller, chemischer Verbindungen) hochwertiger Moleküle spezialisiert. Darunter fällt die Entwicklung von Wirkstoffvorstufen, Lebensmittelinhaltsstoffen und Feinchemikalien sowie deren Markierung mit stabilen Isotopen. Seine Aufträge erhält das Labor vor allem aus der Pharma- und Lebensmittelindustrie sowie dem klinischen Bereich. In diesem Sektor kooperiert AlsaChim mit zahlreichen Instituten und Uni-Kliniken in Bordeaux, Lausanne, Marseille und Straßburg. Gefahrstoffe gehören zum Arbeitsalltag Die Arbeit von AlsaChim setzt neben hochqualifizierten Mitarbeitern auch optimale Arbeitsbedingungen und -stoffe voraus. Denn die wissenschaftlichen Arbeiten für namhafte Chemie- und Pharmakonzerne beruhen auf komplexen Untersuchungen und Analysen. Das isotopenmarkierte Primärmaterial für die Synthese bezieht AlsaChim etwa aus England und den USA. In Verwendung sind vor allem Substanzen wie Kohlenmonoxid, -dioxid, Acetylen, Ammoniak und Cyanid. Diese meist entzündlichen, ätzenden oder giftigen Stoffe werden in Arbeitsplatznähe sachgemäß in Sicherheitsschränken gelagert. „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität. Deswegen legen wir besonderen Wert auf qualitativ hochwertige Sicherheitsprodukte“, berichten Geschäftsführer Toufik Fellague und AlsaChim Präsident Jean-François Hoeffler. Geschützte Mitarbeiter Aufgrund der vielfältigen Einsatzgebiete steigt der Bedarf an stabil isotopenmarkierten Molekülen stetig und ein Umzug in größere Räumlichkeiten wurde unumgänglich. Für die neuen Arbeitsräume suchte das Team nach optimal zugeschnittenen Lösungen zur Lagerung der unterschiedlichen Gefahrstoffe. asecos hatte die Antwort: Umluftfilterschränke mit maximaler Flexibilität. Sie ermöglichen die Lagerung verschiedener organischer und anorganischer Stoffe in einem Schrank und bieten flexible, individualisierbare Innenausstattung. Zusätzlich macht die integrierte Absaugung und Filtration für entstehende, gesundheitsgefährdende Dämpfe eine gebäudeseitige Entlüftung unnötig. „Wir arbeiten viel mit verschiedenen Arten von Lösungsmitteln und ätzenden Stoffen, deshalb war uns eine Absaugung und Filtration sehr wichtig“, so Fellague und Hoeffler. Eine gebäudeseitige Entlüftung war jedoch nicht an allen Lagerorten möglich. „asecos Sicherheitsschränke halten die schädlichen Dämpfe permanent bis zur Filtersättigung nahezu vollständig zurück. Das beruhigt uns und unsere Mitarbeiter.“ Alle Wünsche möglich So detailreich wie die Arbeiten bei AlsaChim sind auch die Varianten an Sicherheitsschränken. Oberste Prämisse bei der Wahl eines Schrankes ist immer der bestmögliche Referenz ALSACHIM Parc d‘innovation - Les Scientifiques | Frankreich WENN DIE CHEMIE STIMMT „Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter hat für uns oberste Priorität.“
31 Schutz für Mensch und Umwelt. Denn die Lagerung aggressiver Säuren, Laugen und weiterer Chemikalien bedarf besonderer Aufmerksamkeit – nicht zuletzt aufgrund der meist ätzenden und giften Wirkung für den menschlichen Organismus. Für die von AlsaChim gebrauchten Arbeitsstoffe eignet sich am besten eine metallfreie Inneneinrichtung: Der verwendete Kunststoff verhindert Korrosion und andere Schäden, die von den gelagerten Stoffen ausgehen. Sogenannte Tablar-Auszüge – höhenverstellbare Auszüge mit herausnehmbarer Kunststoffwanne – bieten eine individuelle Lösung für die Vielzahl an unterschiedlichen Gebindegrößen. „Durch die große Auswahl an Ausstattungsmöglichkeiten konnten wir jeden unserer Schränke individuell konfigurieren und perfekte Bedingungen für unseren Arbeitsalltag, unsere Arbeitsplätze und unseren Bedarf schaffen“, so das Chemiker-Duo. Projektzusammenfassung Firma: AlsaChim Standort: Straßburg, Frankreich Branche: Wissenschaft und Forschung Anwendung: Lagerung von Gefahrstoffen
32 Givaudan setzt als weltweiter Marktführer in der Herstellung von Riechstoffen und Aromen eine neue Duftnote. Mit einem Investitionsvolumen in Höhe von CHF 120 Millionen entstand ein neues Innovation Center in Kemptthal, Schweiz. Hier werden modernste Entwicklungs- und Kooperationstechnologien eingesetzt, um Kreativität und Zusammenarbeit für neue Duftideen zu fördern. Die Forschungsgebiete von Givaudan erstrecken sich von der organischen Chemie über natürliche Prozesse, wie Fermentation und Biokatalyse, bis hin zur Aromenkreation und Anwendungslabors. Das neue Innovation Center bietet über 12‘000 Quadratmeter inspirierende Fläche für Co-Kreation, Zusammenarbeit und Innovation für 300 Mitarbeitende und umfasst Räumlichkeiten für Start-ups, Labore und Küchen, die ein ganzheitliches Kundenerlebnis vor Ort ermöglichen. Das Forschungszentrum ist Teil eines globalen Innovations-Ökosystems, welches das breite Know-how des Unternehmens in den Bereichen Aromen, Riechstoffe, aktive Kosmetik-Inhaltsstoffe und natürliche Lösungen nutzt und eine enge Zusammenarbeit und Co-Kreation mit Kunden, Partnern und Start-ups ermöglichen soll. Für diese breitgefächerten Tätigkeiten bedarf es nicht nur Know-how, sondern auch modernste Labortechnik und -ausstattung für die Forschungs- und Entwicklerteams. Dafür sorgt im Innovationszentrum der Laborplaner Dr. Heinekamp, die Wesemann Schweiz AG, als kompetenter und auf Labor spezialisierter Objekteinrichter, in Zusammenarbeit mit asecos, Experte für sichere Gefahrstofflagerung. Benjamin Corkovic, Geschäftsführer Wesemann AG Schweiz: „Das große Produktportfolio und die Größenvielfalt machen asecos zu einem idealen Partner für unsere Laborausstattungen.“ Die Gestaltung der Labore ist insbesondere durch platzsparende und ergonomische Aspekte geprägt, in derren Fokus hochwertige sowie langlebige Produkte stehen. Für diese Maßgaben und Ansprüche bietet asecos einen speziellen Gefahrstoffschrank mit einer Breite von nur 45 cm. Markus Gautschi, Projekt Manager des Züricher Innovation Centers: „Mit der Planung und Umsetzung der Labore sind wir sehr zufrieden. Die Sicherheitsschränke passen optimal in die Laborgestaltung und werden den Mitarbeitern das tägliche Handling im Umgang mit Gefahrstoffen erleichtern.“ Raumwunder fürs Labor Mit einer größeren Schranktiefe von 86 cm nutzen V-LINE Schränke den zuvor leerstehenden Bereich hinter dem Sicherheitsschrank – analog zum Laborabzug. Und auch die Schrankbreite von nur 45 cm spart weiteren Platz ein und schafft eine größtmögliche, zusammenhängende Funktionsfläche für Labormitarbeiter. „Durch die platzsparende Lagerung der Gefahrstoffe gewinnen wir weitere Arbeitsfläche...“ Referenz Givaudan | Schweiz PERSÖNLICHE DUFTNOTE
33 „Die V-LINE von asecos eignet sich sehr gut für unsere Laborplanungen. Durch die platzsparende Lagerung der Gefahrstoffe gewinnen wir in der Planung weitere Arbeitsfläche, die wir entsprechend des Kundenbedarfs umsetzen können“, berichtet Thomas Marques, Laborplaner bei Dr. Heinekamp. In Bezug auf die Lagerkapazität kann sich die V-LINE mit einem 90 cm breiten Schrank messen: Der Vertikalauszug mit sechs Lagerebenen fasst ein Gesamtvolumen von 126 Ein-Liter-Laborglasflaschen nach ISO 4796-1. Die optimale Raumnutzung und die damit verbundene hohe Lagerkapazität ist aber nur ein Vorteil von vielen. Neben der neuen Schrankdimension bietet vor allem die Vertikalauszugstechnik maximalen Bedienkomfort. Der elektromotorisch gesteuerte Vertikalauszug lässt sich leicht per Knopfdruck, ohne jeglichen Kraftaufwand, öffnen und schließen. Zusätzlich bietet er eine bestmögliche Übersicht über alle eingelagerten Gebinde und erlaubt den Zugriff von beiden Seiten – so kann von zwei Arbeitsplätzen aus direkt auf den Inhalt zugegriffen werden. Neben der V-LINE fügen sich auch die Unterbauschränke sowie die Falttürenschränke optimal in eine platzsparende und ergonomische Laborzeile ein. Letztere sind besonders für beengte Platzverhältnisse in Laborgängen geeignet. Denn im geöffneten Zustand nehmen die Türen kaum Platz in Anspruch und Labormitarbeiter können problemlos hinter einem vorbeigehen. In vielen verschiedenen Breiten erhältlich, bieten Falttürenschränke auch eine leichte Handhabung und einen minimalen Kraftaufwand bei der Türbedienung. Denn die integrierte Türfeststellanlage sorgt für sicheres Ein- und Auslagern von Gebinden mit zwei Händen. Zusätzlich sind die Falttüren mit einem durchgängigen Klemmschutz ausgestattet, der eine sichere Bedienung erlaubt. Projektzusammenfassung Firma: Givaudan Standort: Kemptthal, Schweiz Branche: Wissenschaft und Forschung Anwendung: Lagerung von Gefahrstoffen
34 HOLZVERARBEITUNG
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36 Raffinierte Sonderanfertigungen und hochwertige Verarbeitung machen die Wohnideen der Schreinerei & Planungsbüro Eichenhaus AG zu ganz besonderen Lieblingsstücken. Verwendet wird nahezu ausschließlich Holz aus der Region – dem Spessart. Für die Wahl des besten Holzes stehen im Unternehmen kompetente Schreinermeister, Architekten und Designer mit Rat und Tat zur Seite, denn Holz ist nicht gleich Holz. Neben dem individuellen Geschmack müssen auch spezifische Eigenschaften berücksichtigt werden: Je nach Verwendung muss das Holz gegen Feuchtigkeit und Schädlinge behandelt und die Oberflächen veredelt werden. Die dafür verwendeten Öle, Lacke und Lasuren werden sicher in asecos Gefahrstoffschränken aufbewahrt. Vom Rohstoff zum Möbelstück „Alles beginnt im Forst“, so Christoph Werner, Geschäftsführer der Eichenhaus AG, dessen Wahl beim Einkauf immer zuerst auf die einheimischen Hölzer fällt. Der Rohstoff Holz ist vielfältig vorhanden, aber nicht unerschöpflich. Deshalb legt Christoph Werner Wert auf regionale Forste, die dank verschärfter Gesetze zugunsten des Umweltschutzes nur begrenzt geschlagen werden. „Das sorgt für Nachhaltigkeit und stärkt langfristig unser Handwerk.“ Doch bevor das Holz in der Schreinerei verarbeitet wird, bringt es einen langen Weg hinter sich. Forstmitarbeiter fällen die Stämme und rücken sie mit hochentwickelten Maschinen an die Forststraßen – früher übernahmen diese Arbeiten sogenannte Rückepferde. Von dort aus gelangen die Stämme in die Säge- und Furnierwerke zur Weiterverarbeitung oder direkt zum Eichenhaus. Denn hier wählt der Kunde selbst den Holzstamm für seinen Wohnzimmertisch aus. Nach einer Trocknungsphase, die für jede Baumart unterschiedlich ausfällt, beginnt die Kreativität der Schreiner und Planer zum einzigartigen Möbelstück. Arbeiten mit Öl, Lack und Co. Die Bearbeitungsmöglichkeiten von Holzflächen sind vielseitig: Die Schreinermeister machen jeden Wunsch wahr und bleichen, beizen, ölen und lasieren, was das Zeug hält. So wird die Maserung erhellt oder eine farbliche Veränderung des Holzes erwirkt. Eine Lasur beispielsweise macht das Holz haltbarer und schützt es vor Witterung – das Ölen versiegelt und schützt Möbeloberflächen im Innenbereich. Allen Arbeiten gemeinsam ist der Umgang mit Chemikalien. Denn Beize, Öle und Bleichmittel sind meist brennbare oder entzündliche Gefahrstoffe, die in Kleinmengen direkt an der Werkbank gelagert werden. Für eine sichere Lagerung der Referenz EICHENHAUS AG, Schreinerei & Planungsbüro | Deutschland HANDWERKSKUNST AUS HOLZ
37 Stoffe und den bestmöglichen Schutz der Mitarbeiter hat Christoph Werner einen Sicherheitsschrank direkt am Arbeitsplatz und einen im zentralen Depot aufgestellt. Sie schützen die eingelagerten Gebinde im Brandfall und das passiert schneller als man vermutet. Risiko: hohe Brandlast Es war ein Schlüsselerlebnis in der Eichenhaus-Schreinerei, als sich plötzlich ein Öl-Tuch selbst entzündete. Die Mitarbeiter konnten nur durch schnelle und umsichtige Reaktion einen Brand verhindern. Was aber, wenn diese gerade bei Kunden oder in der Mittagspause gewesen wären? Durch die herumliegenden Späne und den Holzstaub hätte sich das Feuer rasant ausbreiten können – zumal weitere entzündbare Gefahrstoffe in unmittelbarer Nähe standen. „Der Vorfall hat uns die Augen geöffnet und veranlasst, dass wir uns intensiver mit dem Thema sichere Gefahrstofflagerung am Arbeitsplatz ausei- nandergesetzt haben. Uns waren die Risiken nicht vollständig bewusst, die auch vermeintliche Kleinmengen an den Werkbänken verursachen können“, so Christoph Werner. Mit den asecos Sicherheitsschränken ist alles ordnungsgemäß gelagert und sie bieten auch für größere Gebinde ausreichend Platz. Eine geprüfte Bodenauffangwanne verhindert zusätzlich ein Auslaufen von Leckagen. „Der Vorfall hat uns die Augen geöffnet ...“ Projektzusammenfassung Firma: Eichenhaus AG Standort: Lauffach, Deutschland Branche: Holzverarbeitung Anwendung: Lagerung von Gefahrstoffen
38 KERAMIKVERARBEITUNG
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40 Denkt man an Keramik, so sind die Einsatzmöglichkeiten weit mehr als die von Omas gutem Porzellan für sonntags. Denn auch im technischen Bereich als Hochleistungskeramik spielt dieser Werkstoff seit langem eine wichtige Rolle: mit besonderen Eigenschaften, wenn Metall und Kunststoffe den Anforderungen nicht standhalten können. Die Keramik-Experten bei CeramTec fertigen unter anderem für die Bereiche Medizin- und Maschinentechnik, Hauptsitz ist im schwäbischen Plochingen. Man staunt, wenn man das Spektrum des international führenden Anbieters genauer kennenlernt. Die Produktpalette reicht von Zahnimplantaten über Knie- oder Hüftgelenksprothesenkomponenten, Dicht- und Regelscheiben für Sanitärarmaturen, Werkzeuge zum Drehen und Fräsen von Metall, Handschuhtauchformer für die Herstellung von OP-Handschuhen oder auch Leiterplatten für elektronische Systeme, um nur einige Beispiele zu nennen. Vertreten ist der Konzern weltweit, gefertigt wird nach Deutschland außerdem in England, Tschechien, China, Malaysia, den USA, Mexiko sowie in Brasilien. Der Grundstein für Erfolg wird im Labor gelegt Um Hochleistungskeramik herzustellen, müssen viele Prozessschritte ineinandergreifen. In den Laboren bei CeramTec wird daher unterstützend zur Produktion getestet, experimentiert und entwickelt, um immer wieder aufs Neue Verbesserungen an den Werkstoffen und Produktionsprozessen vorzunehmen. In guter Atmosphäre Eines der CeramTec-Labore beschäftigt sich mit Werkstoff- und Bauteilbewertung. Dabei wird das Reaktionsverhalten von keramischen Grundstoffen während des Brennvorgangs simuliert und analysiert. In der Produktion von Bauteilen aus Hochleistungskeramik ist der Brennvorgang ein wichtiger Schritt des Herstellungsprozesses, in dem es zu einer sogenannten Schwindung des Bauteiles kommt. Schwindung bedeutet, dass während des Sinterns von bis über 2000 °C u. a. Binder, Feuchtigkeit und sonstige Zusatzstoffe aus der keramischen Masse ausgebrannt werden, sich das Material verdichtet und das gebrannte Bauteil sowohl Volumen als auch Masse von bis zu 25 % verliert. Die genaue Berechnung des Verhaltens der Grundmasse, die sich von Massecharge zu Massecharge unterscheidet, ist damit ausschlaggebend für die Konstruktion, die bei der Bauteilplanung für das ungebrannte, sogenannte Grünteil dieses Verhalten berücksichtigen muss. Ebenso lassen sich mit den gewonnenen Daten die Brennvorgänge optimieren. Angelika Meier, physikalisch-technische Assistentin und eine der Laborfachkräfte bei CeramTec, wertet das Masseverhalten anhand zweier Methoden aus: der Differenzialen Thermoanalyse und der Simultanen Thermoanalyse. Dabei werden an der Messapparatur Simultan-ThermoAnalyse STA die Massenänderungen (TGReferenz CeramTec GmbH | Deutschland HOCHLEISTUNG IN WEISS
41 Thermo-gravimetrie) und energetische Effekte (DTA-Differenz Thermoanalyse) an kera-mischen Grundstoffen und Grünteilen in Abhängigkeit der Temperaturänderung gemessen. Es sind Messungen zwischen Raumtemperatur und 1500 °C möglich. Die Analysen finden in unterschiedlichen Atmosphären statt: Argon, Stickstoff und Sauerstoff. Argon und Stickstoff haben besondere Auflagen bezüglich ihrer Lagerung. Beide Gase werden in 20 Liter Flaschen im brandgeschützten asecos Typ-G90Druckgasflaschenschrank gelagert. Sie sind über eine Leitung direkt mit den Analysegeräten verbunden und können dort mit bis zu 50 ml/min entnommen werden. Ein weiterer asecos Typ-G90-Druckgasflaschenschrank wird im Analytik-Labor eingesetzt und auch in den Produktionshallen finden sich verschiedene Systeme von asecos. Die jährliche Wartung der Sicherheitsschränke wird in einem Zuge vorgenommen. Projektzusammenfassung Firma: CeramTec GmbH Standort: Plochingen, Deutschland Branche: Keramikverarbeitung Anwendung: Lagerung von Druckgasflaschen
42 KUNSTSTOFF- VERARBEITUNG
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44 Referenz PolyOne Th. Bergmann GmbH | Deutschland Geht man bei PolyOne durch die Produk- tion, meint man für einen kurzen Moment in einer Großbäckerei zu stehen. Es wird gemischt und gewogen. Doch anstatt einer Schürze trägt man hier Schutzbrillen und Helm. In den einzelnen Fertigungsstraßen wird jeweils ein individuelles Produkt hergestellt. Sie unterscheiden sich in den Inhaltsstoffen genauso wie in Farbe und Beschaffenheit. Die Spezialität besteht in der Veredelung. Entweder direkt auf Kundenwunsch oder auch selbstständig als Neuentwicklung werden die Kunststoffspezialitäten ausgearbeitet und perfektioniert. So wird eine gute Positionierung am Kunststoffmarkt praktisch zur Nebensache, denn die Eigenschaften der Produkte sprechen für sich. Dabei ist der Produktionsablauf an sich immer derselbe: Granulat wird abgewogen und die vorbereiteten Zusätze werden untergemischt. Nun wird die Masse aufgeschmolzen und durch Düsen gepresst, die so entstandenen Stränge werden gekühlt und geschnitten. Am Ende entsteht also wieder ein Kunststoffgranulat, nur diesmal mit Voraussetzungen, die sich vom Üblichen abheben. Durch den Zusatz von Lichtschutzfiltern, Kohlefasern, Farben, Glasfasern oder sogar Metallen entstehen völlig neue Möglichkeiten für die Weiterverarbeitung der Stoffe. So werden sie zum Beispiel leitfähig, besonders biegsam oder thermisch stabil. Allround-Talent Kunststoff Als einer der führenden Kunststoffcom- poundeure mit über 6.500 Mitarbeitern hat die PolyOne Corporation auch eine Vertretung in Süddeutschland. Das Werk in Gaggenau zählt zur sogenannten SEM Gruppe, das steht für Specialty Engineered Materials, also speziell auf den Kunden entwickelte Arten der Kunststoffaufbereitung. Bis in die 1960er Jahre wurde hier Holzmehl verarbeitetet, solange bis Kunststoffe den Markt revolutionierten. So wurde zum Beispiel in der Automobilbranche der Holzanteil fast vollständig durch Kunststoffe kompensiert. Der Einsatzbereich der PolyOne Produkte ist aber sehr vielseitig und erstreckt sich über sämtliche Sparten, von der Automobilbranche über das Gesundheitswesen, bis hin zur Elektro- und Lebensmittelindustrie. Miet-Innovation im KunststoffInnovation Center Wer sich auf Dauer etablieren möchte, muss sich von seinen Konkurrenten am Markt abheben und Besonderheiten schaffen. Nicht nur diese Tatsache vereint asecos und PolyOne. Im sogenannten Innovation Center experimentieren die Experten an VEREDELUNG NACH WUNSCH
45 neuen Kunststoff-Highlights für den Markt. Genau hier passt auch das ebenfalls am Markt einzigartige 360°-Mietkonzept von asecos zur Lagerung von entzündbaren Gefahrstoffen. Die Flexibilität sowie der zuverlässig automatisch terminierte Service haben Christian Busch zu der Überlegung gebracht, für solche Zwecke einfach einen Sicherheitsschrank zu mieten. „Die Kooperation verläuft reibungslos und schließlich lassen sich die Art und die Dauer der Nutzung vorher nur ungenau abschätzen“, so lauten die Argumente des Arbeitsschutz- und Sicherheitsmanagers. Für 36 Monate läuft dieser Leihvertrag, mit Option auf Verlängerung. Allerdings auch mit der Möglichkeit, ein größeres Modell anzuschaffen, denn gehen die Versuche aus dem Innovation Center in Produktion, reicht das jetzige Modell nicht aus. In aktiven Testphasen werden mehrmals täglich entzündbare Flüssigkeiten, wie Methanol, in Kleinmengen aus dem Schrank entnommen. Somit ist durch den gemieteten Typ-90-Sicherheitsschrank nicht nur eine vorschriftsmäßige Aufbewahrung der Behältnisse in vollem Maße gewährleistet, sondern durch den im Mietpaket enthaltenen Umluftfilteraufsatz werden gleich auch flüchtige Dämpfe, die im Schrank entstehen, direkt adsorbiert. Und die ungebundene Lösung schafft Freiheit bei der Wahl des Schrank-Standortes. „Die Kooperation verläuft reibungslos ...“ Projektzusammenfassung Firma: PolyOne Th. Bergmann GmbH Standort: Gaggenau, Deutschland Branche: Kunststoffverarbeitung Anwendung: Lagerung von Gefahrstoffen
46 MOTORSPORT
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48 Referenz Ruhr-Universität Bochum | Deutschland FRÜH ÜBT SICH, WAS EIN MEISTER WERDEN WILL Getreu diesem Zitat aus dem Drama Wilhelm Tell von Friedrich Schiller, bauen circa 30 Studenten der Ruhr-Universität Bochum an einem Rennwagen für den internationalen Wettbewerb der „Formula Student“. Von der ersten Zeichnung bis hin zum sicheren und fahrtüchtigen Fahrzeug entwickeln, konstruieren und bauen die Studenten alles in Eigenregie. Damit sind diese engagierten „Youngtimer“ im späteren Berufsleben die Entwickler und Konstrukteure von morgen. Als Verein „RUB Motorsport“ wird das Studenten-Team nicht nur von der Universität und der Fakultät Maschinenbau, sondern auch von Unternehmen aus der Industrie unterstützt. Letztere stehen vor allem mit Know-how, Fertigungsteilen und Arbeitsmaterialien zur Seite. Auch asecos unterstützt den Verein und steuert für die sachgemäße Gefahrstofflagerung im Arbeits- und Technikraum den passenden Sicherheitsschrank bei. Denn zur Herstellung der verschiedenen Bauteile sind entzündliche und umweltschädliche Materialien, wie Laminier- und Infusionsharze, Aceton oder Isopropanol (IPA), das als Lösungsmittel für Fette, Harze und Lacke dient, in Gebrauch. Vollgas In der Bauphase, die von Jahresanfang bis zu Beginn der Rennsaison im Juli läuft, fertigen die Studenten fast alle Fahrzeugelemente selbst. Darunter Antriebsteile, das aerodynamische Chassis oder auch das Lenkrad. Einige Fahrzeugteile werden komplett neu konstruiert, andere erleben ein „Remake“ mit Detailoptimierungen – auf Basis gewonnener Erkenntnisse aus den vergangenen Wettbewerben. Für die Konstruktionszeit gliedern sich die Studenten hierarchisch in sechs Teams mit je einem Bauleiter. Dazu gehören die Abteilungen: Motor, Antrieb, Elektronik, Chassis und Ergonomie, Fahrwerk sowie Aerodynamik. Marc Hamme, Student der Elektro- und Informationstechnik im Master, ist Leiter des Elektronikteams. „Alle Studenten stecken unglaublich viel Arbeit in das Rennfahrzeug und das neben einem vollgepackten Semesterplan. Aber es lohnt sich, denn hier kann das erlernte Wissen angewendet und in der Praxis weiterentwickelt werden. Ein klarer Vorteil für das anstehende Berufsleben.“ Der aktuelle Rennwagen beschleunigt von Null auf Hundert in vier Sekunden und fährt bis zu 115 km/h schnell. Damit spielt die Sicherheit nicht nur in der Bauphase, sondern vor allem auf den Rennstrecken eine wichtige Rolle. Deshalb gibt es vor jedem Rennen einen Sicherheitscheck von offizieller Stelle sowie ein 140-seitiges Regelwerk zur Konstruktion der Fahrzeuge. Aber nicht nur die Sicherheit während des Rennens, sondern auch in der Bauphase ist wichtig. Denn hier arbeiten die Studenten eigenständig mit Maschinen und Gefahrstoffen. Harz und Härter Infusionsharz und Injektionsharz – sogenannte RTM Harze (Resin Transfer Moulding) – sind besonders dünnflüssige „niedrigviskose“ Harze. Dies ist die Bedingung dafür, dass diese per Unterdruck in entsprechende Faserlagen bei der Infusion gesogen bzw. bei Injektion gepumpt werden. Aufgrund ihres geringeren technischen Aufwands werden im handwerklichen Bereich und gerade bei der Her-
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