Referenzbroschüre: GAP-LINE Gefahrstoffarbeitsplatz

Projektzusammenfassung Anwendung: Gefahrstoffarbeitsplatz zur Untersuchung chemischer Proben Firma: Bayer CropScience AG Standort: Monheim Branche: Chemie/Pharmazie Realisiert durch asecos-Partner: ENVIBOW, Lohmar 53 Kerne mit Spin In den Labors in Monheim ist man auf der Jagd nach solchen neuen Wirkstoffen. Der Weg dorthin besteht aus vielen Versuchen und Syntheseschritten – nicht selten kommen unerwartete Ergebnisse zustande. Dann schlägt die Stunde der Analytiker in Dr. Winfried Etzels Labor: Deren Aufgabe ist die Überprüfung bzw. die Aufklärung von Molekülstrukturen. Die Identität so gut wie jeder Substanz kann hier früher oder später entlarvt werden. Das wichtigste Instrument dafür ist die Kernresonanzspektroskopie (NMR). Sie macht sich den Umstand zunutze, dass sich Atomkerne, die wichtige Bestandteile organischer Moleküle sind, wie Wasserstoff, Kohlenstoff, Phosphor, Fluor oder Stickstoff mit dieser Methode messen lassen. Dafür setzt man die Proben einem starken Magnetfeld aus – das geschieht mit Hilfe von supraleitenden Magneten, große tonnenartige Geräte – wo sich die magnetischen Momente der Kerne im Feld ausrichten. Dies ermöglicht dann die Aufnahme von Signalen der Kerne, die dann im Sinne einer Molekülstruktur interpretiert werden können. Gefahrstoff- und Wägearbeitsplatz Um diese Magnetresonanzspektrometer bestücken zu können, muss man die Proben vorbereiten – die von den einzelnen Syntheselabors hierher gebrachten Stoffe sind teils feste Substanzen, von denen erst eine Lösung in bestimmten Konzentrationen hergestellt werden muss. Zum Schutz der Mitarbeiter dürfen die Stoffe ausschließlich unter dem Abzug bzw. den asecos Gefahrstoffarbeitsplätzen verwendet werden. Denn, so Winfried Etzel, die möglicherweise toxischen Wirkungen der neu entwickelten Chemikalien ist in diesem Stadium unbekannt. Die Gefahrstoffarbeitsplätze haben sich die Monheimer ohne Schutzscheibe anfertigen lassen: Der konstante Abzug der Gefahrstoffe funktioniert lückenlos – und die Mitarbeiter können die Proben frei und ungehindert jederzeit handhaben. Dass ein sicherer Gefahrstoffabzug und feinstes Wiegen von Proben kein Widerspruch sind, zeigt der asecos Wägearbeitsplatz mit Frischluftschleier, dessen sich die Analytiker hier zusätzlich bedienen. Denn neben der Strukturanalyse mittels NMR beschäftigen sie sich auch mit der Reinheitsbestimmung von Substanzen mit Hilfe der Kernresinanzspektroskopie, eine interne Kundenforderung an die Analytik, die in letzter Zeit ein immer stärkeres Gewicht bekommt. Am Wägearbeitsplatz lassen sich die Proben trotz der Luftbewegungen exakt wiegen – und zwar ohne Kontaminierungsgefahr für die Mitarbeiter. Das ist keine einfache Aufgabe, denn „hier geht es um zwei Stellen hinter dem Milligramm“, wie Dr. Etzel betont. Eine solche Genauigkeit des Wiegens ist unter einem herkömmlichen Abzug nicht möglich. Das Wägegut kann dank spezieller Frischluftschleier in der Frontebene nicht verwehen – und die Waage steht erschütterungsfrei auf einem vom GAP selbst entkoppelten Granitblock. Die Anschaffung des Wägearbeitsplatzes lohnt sich für Winfried Etzel und seine Kollegen in vieler Hinsicht: Hier lässt es sich ergonomisch, sicher und exakt arbeiten.

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