Referenzbroschüre: GAP-LINE Gefahrstoffarbeitsplatz

Projektzusammenfassung Anwendung: Gefahrstoffarbeitsplatz mit Umluftfilteranlage, keine Anbindung an bauseitige Abluft Firma: Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG Standort: Iserlohn Branche: Hersteller Armaturen Realisiert durch asecos-Partner: ENVIBOW, Lohmar 19 Produktionsstraßen, wo die einzelnen Teile an speziellen Aufhängungen nacheinander in verschiedene Spül- und Galvanisationsbecken getaucht werden. Den Anfang macht meistens eine Nickelschicht, die, bei polierten, also hochglänzenden Armaturen, für eine glatte und glänzende Oberfläche sorgt. Ist die Oberfläche der Armaturenteile gebürstet, werden diese in einem speziellen Mattnickelbad galvanisiert, damit die Struktur erhalten bleibt. In beiden Fällen dient diese hauchdünne Nickelschicht von gerade mal 10 bis 15 µm auch dem Schutz der Armatur oder des Accessoires vor Korrosion. Erst im letzten Schritt erhält das Stück seine dekorative, also letztlich die sichtbare Schicht – aus Gold oder Platin zum Beispiel. Schutz für Gavaros Arm Der asecos-Gefahrstoffarbeitsplatz ist nun in einer besonders innovativen Abteilung der Produktionshalle zu finden – dort, wo die „Gavaros“ stehen, ein Akronym für „Galvanisierungs-Roboter“. Diese etwa 1,5 Meter hohen Greifarm-Automaten sind eine Gemeinschaftsentwicklung von Dornbracht, dem Anlagenbauer Carat und Kiesow, einem Lieferanten für Grundchemikalien in der Galvanotechnik. Sie erledigen den ganzen Prozess der GalvanisierungsTauchbäder für ein Teil innerhalb von 9 Minuten – im Vergleich zu den 45 Minuten, die die herkömmlichen Anlagen brauchen, ist das ein enormer Zeitgewinn. Nach einem exakt errechneten Programm taucht der Roboter die Teile nacheinander in die einzelnen Bäder – weshalb sein metallener Greifarm mit einem speziellen Gummi davor geschützt werden muss, gleich mitgalvanisiert zu werden. Diese Gummi-Schutzschicht muss regelmäßig erneuert werden. Dazu tunken die Galvaniseure den Roboterarm in eine Gummimasse. Damit diese Masse wiederum flüssig bleibt, lagert sie bei 130°C konstant in einer speziellen Wanne – was die halbe Halle in einen höchst unerfreulichen Gestank tauchen würde, stünde sie nicht sicher in dem Gefahrstoffarbeitsplatz von asecos, der die Ausdünstungen sicher nach hinten absaugt. Hier können die Mitarbeiter mit der jederzeit gebrauchsfertigen Gummimasse arbeiten – geruchs- und belastungsfrei. Modularität und Flexibilität Der Gefahrstoffarbeitsplatz fügt sich noch aus einem weiteren Grunde hervorragend in die moderne Produktionswelt von Dornbracht ein: Der High-end-Hersteller folgt bei seiner Produktion dem Konzept der „fraktalen Fabrik“ – mit dezentralen statt streng hierarchischen Strukturen und einer starken Betonung der Autonomie ihrer Abteilungen. Vor allem Modularität und Flexibilität sind wesentliche Prinzipien: Sie antizipieren und ermöglichen den Wandel in Produktion und Raumnutzung, der dem Unternehmen die Behauptung seiner Spitzenstellung im Wettbewerb sichert. Dazu passt kein Produktionsmittel oder Gerät von der Stange, wie Sonja Tonat betont – und asecos erfüllte die hohen Ansprüche des Qualitätsherstellers mit Schnelligkeit, Erreichbarkeit und bedarfsgerechter Umsetzung. Ein Durchbrechen der Hallendecke war beispielsweise strikt zu vermeiden: Gelöst wurde dies durch eine Sonderanfertigung des Gefahrstoffarbeitsplatzes, der frei im Raum versetzbar ist. Die Entlüftung funktioniert ohne die sonst eingesetzten festen Abluftschläuche nach draußen. Diese übliche Verfahrensweise hätte nämlich einen Wand- oder Deckendurchbruch erforderlich gemacht – das widerspräche dem flexiblen Produktionskonzept, welches die jederzeitige problemlose Versetzbarkeit der Geräte verlangt. Statt dessen arbeitet der Gefahrstoffarbeitsplatz mit einer flexiblen Umluft-Filtereinheit, die gleichzeitig den erhöhten Ansprüchen des Umweltschutzes genügt: Die abgesaugten Schadstoffe adsorbiert sie mit Hilfe eines integrierten Aktivkohlefilterpakets. So leistet der Gefahrstoffarbeitsplatz bei Dornbracht einen wesentlichen Beitrag zu einer zukunftssicheren, modularen Produktionsstätte.

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