16Mai2022 Innovationen & Produkte asecos Luftreiniger sind I.F.I zertifiziert - doch was bedeutet das?

Als Experte für die Lagerung, das Handling und die Absaugung von Gefahrstoffen sind uns interne und externe Prüfungen der gesamten Produktpalette extrem wichtig, um die Leistungsfähigkeit der Produkte sicher belegen zu können.

In diesem Blog erfahren Sie, welchen Tests wir unseren Luftreiniger PURIFIAIR.620 unterzogen haben und wie genau diese Prüfungen durchgeführt werden.

Unser neuestes Modell der Luftreiniger-Serie „PURIFIAIR“ wurde im Oktober 2021 vom I.F.I. Institut für Industrieaerodynamik GmbH an der FH Aachen unabhängig geprüft. Hierbei sollte die Leistungsfähigkeit des genannten Luftreinigers bestimmt werden. Die Bestimmung der Parameter beinhaltet folgende Kriterien:

  • Volumenstrombestimmung nach DIN EN 12599
  • Bestimmung der Partikelabklingkurve im Raum gemäß VDI EE 4300 Blatt 14
  • Ausbreitung der gefilterten Luft im Raum
 asecos Luftreiniger sind I.F.I zertifiziert - doch was bedeutet das?

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Der asecos PURIFIAIR.620

Der asecos PURIFIAIR.620 ist ein mobiles Sekundärluftgerät zur Raumluftreinigung (MSR), dass über zwei Luftansaugbereiche (rechts und links) verfügt, die mit verschiedenen Filterelementen bestückt werden können.

Der Luftreiniger PURIFIAIR.620 bietet folgende Vorteile:

  • Groß dimensionierte Filtereinheiten (inkl. verbautem HEPA H14-Filter) sorgen für lange Standzeiten. In Kombination mit dem geringen Energiebedarf entstehen niedrige Folgekosten.
  • Die fahrbare Ausführung erlaubt den flexiblen Einsatz in verschiedenen Gebäudebereichen.
  • Der verbaute PM1.0-Sensor ermöglicht in Verbindung mit einer Farbanzeige des Displays ein schnelles Erkennen und das kinderleichte Ablesen der Partikelkonzentration in der Raumluft in vier Stufen (grün/geringe bis rot/starke Belastung).
  • PURIFIAIR.620 Luftreiniger zeichnen sich durch hochwertige Materialien und eine robuste Bauweise aus.

Weitere Details zu unserem PURIFIAIR.620 finden Sie auch hier!

 Logo IFI Aachen

► Was ist das I.F.I.?

I.F.I. ist die Abkürzung für das Institut für Industrieaerodynamik an der Fachhochschule Aachen. Gegründet wurde es im Jahre 1990, trat zunächst als Strömungslabor der FH Aachen auf und entwickelte sich mittlerweile zu einem unabhängigen Unternehmen, welches weit über die Grenzen von Deutschland hinaus anerkannt ist.

Das Mitwirken in deutschen und europäischen Normenausschüssen, Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und nicht zuletzt die kontinuierliche Entwicklung und Verbesserung der Prüfstände, Messeinrichtungen und Messverfahren sind nicht nur ein Beweis für die Qualität der Dienstleistungen, sondern auch die Grundlage für weitere spannende und zukunftsorientierte Projekte des I.F.I Institut für Industrieaerodynamik.


► Die Bestimmung des Volumenstroms nach DIN EN 12599

Für die Bestimmung des tatsächlich geförderten Volumenstroms hat das I.F.I. das sogenannte Kompensationsverfahren nach DIN EN 12599 angewendet. Hierzu wird der Filter ansaugseitig luftdicht mit einer Zuluftkammer verbunden, welche wiederrum über ein Kanalnetz an einen Ventilator angeschlossen ist. Die Luftförderleistung des angeschlossenen Ventilators wird über eine Volumenstrommessstrecke gemessen. Der Ventilator wird bei diesem Messverfahren so geregelt, dass bei den unterschiedlichen Leistungsstufen des PURIFIAIR.620 in der Zuluftkammer eine Druckdifferenz zum Aufstellraum des Filtergeräts von 0 Pascal herrscht. Somit fördert der Zusatzventilator genau so viel Luft, wie der Ventilator des mobilen Luftfilters liefert, wobei der Zuluftventilator benötigt wird, um die Druckverluste der Volumenstrommesseinrichtung zu überwinden.

Ergebnisse der Volumenstrommessung des PURIFIAIR.620 der asecos GmbH mit einem H14- und E11-Filterelement

Geräteeinstellung

Stufe 2

Stufe 4

Soll-Volumenstrom [m³/h]

305

600

Ist-Volumenstrom [m³/h]

308

586

 

► Resultat: Bei der Bestimmung des Volumenstroms zeigte sich, dass der geförderte Volumenstrom mit dem Soll-Volumenstrom nahezu identisch ist. Die Herstellerangaben werden somit bestätigt.


 

Messpositionen und Aufstellungsorte der Luftfiltergeräte

► Die Bestimmung der Partikelabklingkurve im Raum gemäß VDI EE 4300 Blatt 14

  • Praxisnahe Untersuchung: Reduktion der Partikelkonzentration im Aufenthaltsraum

Um eine Aussage über die Wirksamkeit des asecos PURIFIAIR.620 in einem realen Aufenthaltsraum tätigen zu können, wurde zusätzlich der zeitliche Partikelverlauf in einem Klassenraum gemessen.

Der Test-Klassenraum war mit zehn Tischen und Stühlen bestückt. Auf den Stühlen wurden zur Simulation der menschlichen thermischen Last (100 Watt im Ruhezustand) „Wärmedummys“ positioniert. Schränke ergänzen zusätzlich die Raumeinrichtung. An der Stirnwand des Raumes im Vortragsbereich wurde eine mobile „Tafel“ positioniert.

Die Messung der Raumwirkung wurde nach der Expertenempfehlung VDI EE 4300 Blatt 14 in einem Raum mit einer Breite von 6,7m, einer Länge von 10,1m und einem Raumvolumen von ca. 238 m³ durchgeführt. Dies entspricht der Größe eines klassischen Unterrichtsraums.

Vor Beginn der Messung wurde eine 10- bis 20-fache Menge der natürlichen Aerosol-Hintergrundkonzentration im Raum mittels eines Aerosolgenerators und eines DEHS-Prüfaerosols freigesetzt. An insgesamt fünf verschiedenen Stellen im Raum wurde im Abstand von einer Minute, jeweils eine Minute lang die Aerosolkonzentration über einen Zeitraum von ca. 45 Minuten in Höhe H = 1100 mm gezählt.

Die Prüfung der Aerosolpartikel-Abklingzeiten des asecos PURIFIAIR.620 Filtergeräts wurde wegen der Raumgröße und unserer Herstellervorgaben mit zwei Geräten durchgeführt. Für die Prüfung der Aerosolpartikel-Reduzierung wurde ein Gerät in der Mitte der rechten Seitenwand aufgestellt, das zweite an der Mitte der Stirnwand in Vortragsbereich.

asecos PURIFIAIR.620 im Unterrichtsraum zur Ermittlung der Reduzierung von DEHS-Prüfaerosolkonzentrationen gemäß VDI EE 4300 Teil 14

Die Untersuchung mit einem H14- und einem E11-Filterelement wurde bei der Leistungsstufe 4 durchgeführt. Der Gesamt-Volumenstrom in Stufe 4 betrug dabei 2 x 586 m³/h (gesamt: ca. 1172 m³/h), was einem ca. 5-fachen Luftwechsel im Klassenraum entspricht.

In jeder der untersuchten Stellen im Raum konnte eine Reduzierung der Anfangsaerosolkonzentration von mindestens 90 % innerhalb von 30 Minuten gemäß VDI 4300 EE Teil 14 nachgewiesen werden.

 Ergebnisse der Aerosol-Abklingprüfungen gemäß VDI EE 4300 Teil 14:

 2 Geräte asecos PURIFIAIR.620 mit Filterstufe H14 und E11

Standort der Geräte

Messort Aerosole in Kopf-Sitzhöhe (1100 mm)

Reduktion der Prüf-Aerosolkonzentration nach 30 Minuten (%)

Gerät 1: Mitte an der rechten Seitewand

 

Gerät 2: Mitte an der Stirnwand

Mitte Klassenraum

93,0

Links vorne (Vortragsbereich)

90,3

Rechts vorne (Vortragsbereich)

92,2

Links hinten (Lernbereich)

92,6

Rechts hinten (Lernbereich)

91,0

 

► Resultat: Das mobile Sekundärluftgerät zur Raumluftreinigung asecos PURIFIAIR.620 erfüllt somit mit zwei eingesetzten Geräten in Leistungsstufe 4 die Vorgaben der VDI EE 4300 Blatt 14 (Reduzierung: 90% in 30 Minuten) in Bezug auf die Aerosolpartikelreduktion für die untersuchte Raumkonstellation.


 

Positionen der Messtellen im Klassenraum

► Ausbreitung der gefilterten Luft im Raum

Mitentscheidend für die Wirksamkeit des Aerosolfilters ist die Verteilung der gefilterten und somit gereinigten Luft im Raum. Gibt es zum Beispiel Bereiche im Raum, die nicht mit gefilterter Luft versorgt werden und somit dort kein Luftaustausch stattfindet?

Um dieser Frage nachzugehen, wurde die Ausbreitung der Filterluft mittels Spurengas untersucht. Hierbei wird der Luft, die aus dem Filter austritt, ein Gas beigemischt, das sich über ein entsprechendes Messgerät an verschiedene Stellen im Raum detektieren lässt (Tracergas). In der durchgeführten Untersuchung wurde dazu Propan genutzt, welches mit einem Flammenionisationsdetektor FID an 14 Stellen im Raum gemessen wurde. Das nebenstehende Bild zeigt den Versuchsaufbau und die verschiedenen Messpositionen im Raum, welcher auch bereits bei der Bestimmung der Partikelabklingzeit genutzt wurde.

Messaufbau

Gemessen wurde die Gaskonzentration auf einer Höhe von 1,1 m, was einer Kopfhöhe einer sitzenden Person entspricht. Die Versuche wurden bei Leistungsstufe 4 mit einem H14- und E11-Filterelement (Volumenstrom 586 m³/h) pro Gerät durchgeführt. Die Gaskonzentration wurde so gewählt, dass am Auslass des Filters eine Propankonzentration von 1200 ppm (parts per million) vorliegt. Die Einspülzeit des Propans wurde so eingestellt, dass bei einem Raumvolumen von 238 m³ und einer völligen Durchmischung des Raumes eine theoretische Konzentration von 50 ppm erreicht werden sollte.

 

► Resultat: Die Bereiche mit hohen ppm-Konzentrationen werden sehr früh und sehr schnell mit gefilterter Luft versorgt. Dies sind natürlich die Bereiche, die sich sehr nah am Filtergerät selber befinden. Es ist auch zu erkennen, dass bereits nach 7,5 Minuten ein Großteil des Raumes komplett mit gefilterter Luft durchströmt ist. Nach 10 Minuten ist der Raum dann komplett mit gefilterter Luft ausgefüllt. Bei der gewählten Aufstellung der mobilen Filtergeräte sind somit keine Bereiche im Raum vorhanden, die nicht von der Filterluft erfasst werden.

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