asecos Gefahrstofflagerung und -Handling 2018 - 2020

Lüftungstechnik Auch bei der Lagerung von Druckgasflaschen in Sicherheitsschränken gemäß DIN EN 14470-2! SICHERHEIT UND GESUNDHEITSSCHUTZ – VON ZENTRALER BEDEUTUNG Konstruktion und Prüfung Die Erfüllung der Anforderungen sind von asecos in Verbindung mit zahlreichen Optimie- rungen der Strömungswege in den luftführen- den Teilen des Sicherheitsschrankes erreicht worden. Um optimale Ergebnisse zu erzielen, arbeitete asecos hier bereits von Beginn an mit einem renommierten Prüfinstitut für Strömungstechnik in Erlangen zusammen. Zur Bestimmung der tatsächlichen Luftwech- selrate wird Tracer-Gas im Innenraum des zu untersuchenden Raumes kontinuierlich aufge- geben. Nach dem Abschalten der Gasaufgabe wird in der Abluftleitung dann die Abklingkurve des Tracer-Gases bestimmt. „5.2 Lüftung ... Der Druckabfall darf unter den o. g. Voraussetzungen (120-facher Luftwech- sel) 150 Pa nicht überschreiten. ...Die Prüfung dieser Anforderung muss durch Inaugenscheinnahme sowie Messung des Luftstroms und des Druckabfalls im leeren Schrank erfolgen." Die zentralen Schutzziele eines modernen Typ G90 Druckgasflaschen-Sicherheitsschrankes sind Sicherheit im Brandfall und der Gesundheitsschutz im alltäglichen Umgang mit dem „Gefahrstoff" Druckgas Für die Sicherheit im Brandfall sind moder- ne Sicherheitsschränke mit hochentwickelten Brandschutzeinrichtungen ausgestattet. Für den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter wird der Innenraum des Schrankes abgesaugt. Bei der Entnahme, Bereitstellung und Lagerung von toxischen Gasen wird sogar ein mindestens 120facher Luftwechsel/Stunde gefordert! Damit eine effiziente technische Entlüftung (ohne Einsatz von überdimensionierten Ab- luftanlagen) möglich wird, darf die Luftführung der Schränke dabei einen Differenzdruck von maximal 150 Pa nicht überschreiten. Bei falscher Konstruktion der immer dichte- ren Gehäuse - notwendig zur Erreichung der 90-minütigen Feuerwiderstandsfähigkeit - leidet jedoch die Fähigkeit, die notwendigen Luft- wechsel zu erreichen, extrem. Die Folge: betreffende Hersteller schönen ihre planungsrelevanten Daten und dann der Super-GAU auf der Baustelle - erst bei Inbetriebnahme vor Ort wird der not- wendige 120-fache Luftwechsel/Stunde nicht erreicht! Möglich wird dies durch eine ungenaue Be- schreibung der Prüfmethodik innerhalb der DIN EN 14470-2: Aktuelle asecos Druckgasflaschenschränke erreichen einen hohen Wirkungsgrad von über 85 %. Der komplette Innenraum des Sicherheits- schranks wird effizient durchströmt – austre- tende, gesundheitsgefährdende Gasleckagen im Schrank schnell und effektiv abgesaugt! FAZIT: Nur Druckgasflaschenschränke mit GS-Zerti- fikat UND einer Angabe von Differenzdruck- werten < 150 Pa gemäß EK5/AK4 geben pla- nerische Sicherheit bei der späteren Erfüllung der geforderten technischen Entlüftung. Zudem wird der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter sicher gewährleistet. Die Differenzdrucke bei 120-fachem Luft- wechsel/Stunde je asecos-Modell sind: G90.145.060 42 Pa bei 28 m³/h G90.205.060 85 Pa bei 42 m³/h G90.205.060.2F 76 Pa bei 45 m³/h G90.205.090 47 Pa bei 66 m³/h G90.205.120 103 Pa bei 93 m³/h G90.205.140 143 Pa bei 111 m³/h Führende Sicherheitsschrankhersteller haben auf die Schwäche der Norm hingewiesen und eine genauere Definition der Messmethodik eingefordert. Der Arbeitskreis 4 (EK5/AK5) der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) hat sich dieser Aufgabe angenommen und den bereits bestehenden Grundsatz für die GS-Zertifizie- rung von Sicherheitsschränken entsprechend überarbeitet. Hierzu wurde ein komplett neues Mess- verfahren erarbeitet und genau beschrie- ben. Dieses liefert nun endlich planungs- relevante Werte! Im Zuge der GS-Zertifizierung von Sicherheits- schränken zur Lagerung von Druckgasflaschen ist somit das sichere Unterschreiten von maxi- mal zulässigen Differenzdrücken nach einer klar definierten Prüfmethode sichergestellt. 432

RkJQdWJsaXNoZXIy NzIzNDY=